Classico

Klassische Konzertgitarre, 6-saitig

in traditionell spanischer Bauweise, nach eigenem Entwurf

Modell: Classico
Typ: Konzertgitarre
Herkunft: Deutschland
Korpus: Olivenholz massiv, Boden mit Fichte auf gedoppelt
Decke: Alpenfichte
Binding: Zwetschge mit 3 teiligen Zierspänen unterlegt
Beleistung: Fächerbeleistung inspiriert von Daniel Friedrich
Hals: Erle, gesperrt mit Zwetschge und zwischen Furnieren Ahorn-Zwetschge-Ahorn
Kopfplatte: Olive beidseitig hinterlegt mit Ahorn-Zwetschge-Ahorn Furnier und ausgearbeiteten Kragen
Schalloch Ring: Oliven Holz mit zierstreifen abgesetzt
Griffbrett: Ost indischer Palisander
Bünde: 20
Mechaniken: Gotho
Steg: Ost indischer Palisander, mit einstellbarer Untersattel Saitenauflage
Sattel/Stegauflagen: Knochen
Mensur: 650 mm, 4/4
Halsbreite: Obersattel 52mm, 12. Bund 62 mm
Finish: Schellack Politur

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Besonderheiten, Optionen & Kundenservice

Zum Instrument

Die üblichen Hölzer für die Konzertgitarren sind sehr oft Ost indischer Palisander für Boden und Zargen. Gerade deshalb ist es für mich immer wieder Interessant heraus zu finden welche Alternativhölzer verwendet werden können, außerdem habe ich mich während meiner Studienzeit in Markneukirchen mit diesem Thema intensiv beschäftigt. Seit Anfang 2017 sind nun viele Palisanderhölzer unter strengen Artenschutz gestellt wurden. Somit ist damit zu rechnen das in Zukunft viele Gitarren aus nicht exotischen Hölzern gebaut werden.

Die Gitarre ist in traditioneller spanischer Bauweise gefertigt. Die verwendeten Hölzer für Boden und Zargen sind unüblich und kennen die meisten wohl eher vom Salatbesteck oder Schneidbrett. Ansonsten werden oft auch Blasinstrumente (Blockflöten) aus Olive gebaut.
Der Olivenbaum wächst hauptsächlich in mediterranen Raum, Italien, Griechenland, Spanien und Teilen Nordafrikas. Er gehört zu den ältesten Bäumen der Welt und kann ein alter von bis zu 2000 Jahren erreichen.

Damit Olivenholz keine Risse bildet, muss es sehr langsam trocknen und lange lagern (8-10 Jahren) bevor es für den Instrumentenbau verwendet werden kann. Sowieso sind nur bestimmte Teile dieser Bäume für den Gitarrenbau interessant und brauchbar, was wiederum ein Grund für die Seltenheit im Instrumentenbau ist.

Das Holz ist in der Härte und Dichte einigen Palisandersorten ähnlich. Klanglich würde ich es als eher warm, weich, füllig und rund bezeichnen.

Alle Leimflächen mussten vor dem zusammenfügen sehr penibel entfettet werden, was im Übrigen auch bei sehr vielen Palisander Arten üblich ist (z.B. Cocobolo). Ansonsten lässt sich das Olivenholz gut verarbeiten, das polieren geht ebenso sehr gut, da es kaum Poren aufweist.

Da der Boden mit Fichte auf gedoppelt ist, trägt er somit zum gesamt Konzept der Gitarre bei. Die dadurch resultierende, erhöhte Steifigkeit, soll ein Energieverlust der schwingenden Seiten reduzieren und somit hauptsächlich die Fichtendecke als Klangerzeuger wirken.

Der Korpus ist innen komplett mit einer Schellackschicht versiegelt, was somit das Quell- und Schwind verhalten des Holzes reduziert. Außerdem macht es das Instrument somit weniger anfällig gegenüber klimatischen Schwankungen.

Griffbrett und Steg sind aus dem gleichen Stück Palisander gefertigt und aus einem alten Bestand (60 er Jahre) eines verstorbenen Geigen- und Gambenmachers aus Bubenreuth.

Der Steg

Die Bezeichnung FABS (=free adjustable bridge saddle) ist die deutsche Bezeichnung für freie Untersattelhalterung. Auf einem leicht schräggestellten Plateau liegen die Knochensättel für je 2 Saiten, sie werden durch den Saitendruck fixiert und können somit nicht verrutschen.
Bei einem Wechsel für frische Saiten ist es jedoch wichtig die Saiten einzeln zu wechseln, um ein verrutschen zu verhindern. Sollten die Knochensättel dennoch mal verrutscht sein, muß die Oktavreinheit neu justiert werden.
Folgende Schritte sollten beachtet werden:
1.Saiten mit Stimmgerät auf Standard Stimmung bringen
2.Das offene Flageolett (Flageolett muss mit nicht niedergedrückten Saiten angeschlagen werden) am 12 Bund spielen und mit dem gegriffenen Ton am 12 Bund vergleichen.
3.Ist der gegriffene Ton höher als das offene Flageolett muss der Stegsattel vom Schallloch weggeschoben werden, in Richtung Unterklotz.
4.Ist der gegriffene Ton tiefer als der Oberton, muss der Stegsattel zum Schallloch hingeschoben werden. Die Schritte für alle Saiten wiederholen. Somit kann immer eine exakte Oktavreinheit eingestellt werden.

Saiten: Hannabach, Goldin-Super Carbon

Service und Leistungen

Einstellarbeiten wie Halskrümmungen korrigieren, Saitenlagen verbessern, das abrichten der Bünde, neue Bundierungen, kleine Reparaturarbeiten und das Leimen von Rissen werden von mir Fachgerecht ausgeführt.
Für Instrumenten aus meiner Fertigung gebe ich einen Kostenlosen Service für Einstellarbeiten, Aufpolieren und Ausbesserungen der Schellackpolitur, sowie Abrichtarbeiten der Bünde.

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